TRAUMA

Weiterleben mit schwerem Trauma Todeserfahrung und dem Gefühl, tot zu sein

Nach einem überlebten Trauma mit Todeserfahrung fühlt sich (das) Leben völlig surreal an.
Alles was zuvor normal und selbstverständlich war, ist es nun nicht mehr. Ein schwer traumatisierter Mensch ist zutiefst erschüttert. Ich persönlich habe meine Traumatisierung wie ein seelisches Erbeben der Stufe zehn erlebt. Mein gesamtes, damals 40järiges Leben, wurde von derart heftig erschüttert dass alles was einmal in meinem Leben stattgefunden hatte, aufgebrochen und chaotisch durcheinandergeschmissen hat. Brocken aus meiner Kindheit und Jugend sind auf der Oberfläche gelandet, Werte, Erinnerungen und Persönlichkeitsmerkmale aus meinem aktuellen Leben wurden unter dem Geröll tief verschüttet.

Keine Trauma-Schablone

Jeder traumatisierte Mensch erlebt sein Trauma anders. Es gibt keine Schablone, die auf die Trauma-Erfahrungen oder auf den Heilungsprozess gelegt werden kann. Womit jedoch alle schwer traumatisierten Menschen zu kämpfen haben, sind übermächtige Ängste.

Übermächtige Ängste

Die Angst die Wohnung zu verlassen, Angst zu sterben, Angst vor Zurückweisung und dem Verlassenwerden, Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Leben. Das sind nur einige der Ängste, die für schwer Traumatisierte Realität sind.

Diese Ängste „im Zaum zu halten“ kostet extrem viel Kraft und Energie. Um sie zu überwinden, braucht es Zeit und Unterstützung. Entweder in Form einer speziellen Trauma-Therapie, die meistens in eine Psychotherapie eingebettet ist und / oder in Form von Medikamenten.

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Angebots-Verbesserung

Heute, im Jahr 2022 gibt es eine Vielzahl an Behandlungsformen für Traumata (Mehrzahl von Trauma).

Als ich ab 2007 auf der Suche nach einer Traumatherapie war, gab es im gesamten Landkreis Darmstadt gerade einmal drei ausgebildete Trauma-Therapeuten. Davon war eine Therapeutin menschlich absolut inakzeptabel.

Ich hatte das große Glück, ab 2009/2010 einen Therapieplatz für eine EMDR-Trauma-Therapie bei Dr. Lucien Burkhardt zu bekommen.

Knapp drei Jahre hat er sich mit mir durch meine Traumatisierung gearbeitet.
Bei ihm konnte ich drei Jahre nach meinem Unfall das erste Mal über das überlebte Grauen reden, ohne mit Floskeln abgespeist zu werden wie: …das wird schon wieder…, …reis dich mal zusammen…, …wenn du dich beruhigst, kannst du auch wieder gehen... und viele andere geistfreie Bemerkungen mehr.

Besser etwas früher als zu spät

Aus meiner persönlichen Erfahrung möchte ich weitergeben, therapeutische Unterstützung rechtzeitig zu suchen und auch helfende Medikamente (wenn notwendig) besser früher als später einzunehmen.

Angst vor Kontrollverlust

Ich habe mich jahrelang gegen Medikamente für die Psyche gewehrt. Selbst mein Trauma-Therapeut Dr. Burkhardt konnte mich nicht davon überzeugen, Medikamente einzunehmen, die mein seelisches Chaos, meine Seelen- und Herzschmerzen lindern könnten. Ich hatte Angst, die Kontrolle über mein Chaos zu verlieren.

Im Tunnel

Ich war in einem Tunnel, der nur eine Blickrichtung kannte. Erst 2015, nach fünf weiteren Jahren Schmerz und Trauer habe ich mich bei einer ersten Behandlung durch einen Neurologen (Dr. Busse) überzeugen lassen, ein Medikament gegen all meine psychischen Beschwerden zumindest zu testen. Inzwischen hatten sich meine Befindlichkeiten zu einer mittelgradigen Depression manifestiert.

Da staunt die Katrin

Sturheit ein Teil schwerer Traumatisierung?

Als ich etwa zehn Wochen nach der Ersteinnahme eines Antidepressiva gemerkt habe, dass die grauenvollen Schmerzen in meinem verletzten Bein besser geworden waren, habe ich mich monatelang geärgert über meine Sturheit. Doch vielleicht ist sie Teil einer schweren Traumatisierung.

Danke an Dr. Busse

An dieser Stelle Danke an Herrn Dr. Busse für seine Überzeugungsarbeit. Durch ihre medikamentöse Einstellung (Antidepressiva und Schmermittel) hat sich mein Dasein um einige Level verbessert und viele kleine Heilungsschritte ermöglicht, die in Summe ein größerer Schritt sind. Mehr dazu in meinem Buch (Geplante Veröffentlichung 2023).


Persönliche Trauma-Definition

wiedergehenlernen. steine. schweres psychisches trauma.

»Ein schweres psychisches Trauma ist ein seelisches Erdbeben.
Kein Seelenstein bleibt auf dem anderen. Es braucht viel Zeit,
Ruhe und Empathie, um das Seelenhaus wieder aufbauen zu können.

Kommen irreparable körperliche Verletzungen, gar die
Verweigerung medizinischer und menschlicher Hilfe hinzu, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein schwer traumatisierter Mensch gebrochen und eine Rückkehr in ein „normales“ Leben unmöglich ist.«

— Katrin Dohnt, im Okt 2020


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Bildnachweise:
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Bild Tabletten von Bild von Christian Trick auf Pixabay
Bildbearbeitungen:
wiedergehenlernen.com I 2022

Seite aktualisiert am: 03.12.2022


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